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Kollektive Identität und Metaphern: Metaphern als Vehikel kollektiver Identitätskonstruktion bei Paulus

Projektbeginn: 01.10.2015
Projektart: Dissertation
Projektzugehörigkeit: Prof. Dr. David s. du Toit
Themenbereich: Paulinische Theologie

Projektbeschreibung

Dieses Forschungsprojekt geht der Frage nach, welche Funktion die verschiedenen Metaphern haben, die Paulus bei der Identitätskonstruktion seiner Gemeinden verwendet, und wie sie zusammenhängen.
Ausgehend von einem prozessual verstandenen Identitätsbegriff können die von Paulus verwendeten Metaphern verschiedene Schritte oder Eckdaten innerhalb des Konstruktionsprozesses markieren bzw. kann von einzelnen Metaphern auf diese geschlossen werden (wie z.B. Definition des „Wir“ bzw. „Ihr“, normative Zielsetzung des kollektiven Handelns bzw. der Lebensführung auch des Einzelnen, Abgrenzung von „outgroups“ etc.). Sie sollen dabei unter Rückgriff auf diverse sprach- und literaturwissenschaftliche Metapherntheorien zunächst auf ihre sprachliche bzw. kommunikative Funktionsweise, sodann auf ihre funktionale Relevanz in Bezug auf Identitätsprozesse hin untersucht werden. Ob sie zudem auch zur Kohärenz des paulinischen Denkens über christliche Identität beitragen, wird eine weitere Fragestellung des Projekts sein.
Entsprechend der Einsicht, dass Metaphern auch immer ein kontextbedingtes Dekodierungsproblem darstellen („Metaphern zwischen Semantik und Pragmatik“), versteht sich dieses Forschungsprojekt auch als Beitrag zur Frage nach der lexikographischen Präsentation der Bedeutung von Metaphern.


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